Hakis Blog

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Sodala, hier präsentiere ich nun mehr oder weniger stolz meine neue FF!
Absolut krankheitsleidend stelle ich sie nun hier rein...
Viel Spaß!

Was mir gerade aufgefallen ist.... Alle scheinen irgendwie zu glauben, dass Aki und Lauri was haben werden...
Find ich witzig^^
Aber voll deprimierend ist's auch....
Weil die Leute scheinen das jetzt richtiggehend zu ERWARTEN...
Und dann daugts ihnen nicht, wenns nicht so ist wie sie denken....
Ich glaub ich werd einfach eine dreier-Beziehung draus machen^^

Bääääh....*gg*




The Camp


Die drei Jungs aus Helsinki fuhren nun schon seit geschlagenen 4 Stunden zusammen mit an die 50 anderen Schülern aus dem Großraum Helsinki im Bus Richtung Kajaani.
Ihre Eltern hatten sie als Bestrafung, dass sie nie auf sie hörten, für ein Sommercamp angemeldet.

„Es ist ein Camp für junge Leute wie euch. Und dort werdet ihr auf die Leiter hören müssen, dann ist’s vorbei mit Trotz und euren Sauftouren!“, hatte Frau Rantasalmi ihnen erklärt, als alle drei Mütter mit ihren Söhnen zusammen gesessen hatten, um ihnen ihre Sommerpläne mitzuteilen.
Alle drei Jungs hatten darauf nur mit offenen Augen und runtergeklappten Kiefern ihre Erzeugerinnen angestarrt bis sie aus ihrer Starre erwachten und lautstark Protest einlegten.

„Wieso?!“
„Wieso wir?!“
„Was ist das für ein Camp?!“
„Und warum NUR wir?!“
„Ja, was ist mit Janne?!“
„Wieso muss der nicht mit?!“
„Wieso müssen wir überhaupt da hin?!“

„Wenn ihr still seid, können wir es euch erklären!“, versuchte Frau Heinonen die aufgeregten Jungen zu beruhigen.
Nachdem es wieder still geworden war, sahen sich die drei Mütter an und die bisher schweigend dagesessene seufzte noch ein letztes Mal, bevor sie anfing zu erklären:
„Ihr wisst genau weshalb ihr dorthin müsst. Da unsere sonstigen Strafen nicht gewirkt haben, haben wir zusammen beschlossen euch etwas anders zu bestrafen. Hausarrest beachtet ihr ja eh nicht, also werden wir euch in dieses Camp schicken.
Und das wird nicht so lustig wie ihr vielleicht denkt. Dort werdet ihr nämlich richtig gefordert werden.“ Auf die fragenden Blicke, die sie darauf trafen, fügte sie lächelnd hinzu: „Es ist ein Sportcamp.“

Was darauf folgte, war ein Sturm von Flüchen, Beleidigungen und Massen an Schimpfwörter, die die drei Mütter sich aber nur anlächeln ließen.
„Und wieso Janne nicht mitdarf, ist auch leicht erklärt, denn seine Mutter war nicht so nett wie wir.
Er wurde nach Uppsala geschickt, weil seine Schwedisch-Note nicht dem entsprach, was von ihm erwartet wurde.
Dort wird er den ganzen lieben langen Tag nur lernen. Wenn ihr das auch wollt, können wir euch noch ummelden… Na?“
Sofort fingen die drei Jungs an heftig die Köpfe zu schütteln und zuzustimmen wie toll dieses Sportcamp doch wäre.

Nun saßen sie also irgendwo in der Mitte des Busses und fuhren durch Wälder und an Seen vorbei.
Aus den letzten Reihen drangen immer wieder laute Stimmen zu ihnen, die scheinbar andauernd etwas zu lachen hatten.
Im Gegensatz zu ihnen. SIE hatten nichts zu Lachen, denn SIE waren ja gezwungen worden mitzufahren.
Und wie die dort hinten nervten.
Lauri war kurz davor nach hinten zu gehen und denen mal zu sagen, dass sie gefälligst leiser sein sollten, doch bis jetzt hatte er es noch ausgehalten.
Wenn er jetzt wegen sowas ausflippen würde, wäre er wohl für die gesamte Zeit im Camp als Idiot und Motschgerer abgestempelt worden.

Seufzend versuchte er die Leute hinter ihm zu ignorieren und wendete sich wieder seinem Sitznachbarn Pauli zu, der ihn ebenso genervt anschaute, wie dieser wohl auch gerade von ihm angesehen wurde.

Wundervoll.
1 Monat in einem Sommercamp.
4 Wochen in einem Sportcamp.
31 Tage in einem Volleyball-Camp, wie sie erfahren hatten.
744 Stunden voller Einschränkungen.
44640 Minuten ohne Spaß.
2678400 Sekunden Qual….

Laut brummend bog der Bus nach weiteren 2 Stunden in eine Raststätte ein und blieb dort mit einer recht unsanften Bremsung stehen.
Bevor er allerdings die Türen öffnete, meldete sich der Aufseher, der die ganze Zeit vorne beim Busfahrer gesessen hatte, über die Lautsprecher.
„Also, ihr habt eine halbe Stunde um aufs Klo zu gehen und euch was zu Essen und vor allem zu Trinken zu kaufen. Wir fahren die Nacht durch, also werdet ihr im Bus schlafen. Deckt euch also ordentlich ein….. Gut, ihr dürft jetzt gehen, aber ich will alle, und ich wiederhole es gerne noch einmal: ALLE!, pünktlich vor dem Bus stehend sehen, ist das klar?!“
Gemurmelte Zustimmung rauschte durch den Bus und endlich öffneten sich die Türen.
Sofort drängelten sich alle hinaus um bloß schnell im Freien zu sein.

„Toll, und was machen wir jetzt?“ Gähnend schaute der braun belockte Junge seine beiden eben ausgestiegenen Freunde an und kratzte sich hingebungsvoll am Kopf.
„Ich würd sagen wir schaun erst, dass wir uns Verpflegung besorgen, weil jetzt sicher alle sofort zu den Toiletten hetzen.“, meinte Eero stirnrunzelnd zur Raststätte schauend.
„Und wenn ich das nicht mehr aushalte???“, fragte Lauri und machte ein ganz leidendes Gesicht, drückte die Knie zusammen und stemmte seine Hände in seinen Schritt.
Dafür hatte Eero nur eine hochgezogene Augenbraue übrig, während Pauli sich lachend an ihm festhalten musste um nicht umzufallen.
„Das schaffst du schon…“

So betraten sie also als letztes die Raststätte, doch statt in die Richtung zu gehen, in der sich schon eine ewiglange Schlange bildete, gingen sie auf den kleinen Shop zu und schlenderten gemütlich durch die Regalreihen.

„Wie wär’s mit Chips?“
„Ich wär ja für Cola.“
„Leute, wir sollen hier für unser Abendessen einkaufen!“
„Tun wir ja!“
„Ja, genau das tun wir!“
„Hier, wir nehmen Sandwichs, zwei Flaschen Wasser und von mir aus auch eine Tüte Chips wenn ihr drauf besteht.“ Genervt von der Inkompetenz seiner Freunde, drückte Eero ihnen die aufgezählten Sachen in die Hände und schaute sie mit warnendem Blick an, diese auch ja wirklich zu kaufen.
Schmollend, aber ohne sich zu beschweren, machten sich die beiden zur Kassa auf, während sie immer wieder Grimassen schnitten und ihren Freund nachäfften.
„Mach schnell, sonst drängt sich der…. Obst-Junkie da vor!“, drängte Pauli den vor ihm laufenden Lauri und betrachtete etwas angewidert das ganze Obst in den Händen des Jungen der ebenfalls gerade auf den Weg zur Kasse war.
Kurz bevor sie dort waren ging er etwas schneller, legte seine Einkäufe auf den Tresen und grinste die beiden schelmisch an.
Mit offenen Mündern standen diese nun hinter ihm, bis Pauli plötzlich jemand auf die Schulter klopfte.
Er drehte sich um und sah den jungen Kerl hinter sich fragend an.
„Das macht er immer“, meinte der fremde Junge mit einem Kopfnicken zu dem „Obst-Junkie“.
„Also ich mein das mit dem vielen Obst“, fügte er noch lachend hinzu und wendete sich dann wieder der großen Auswahl an Kaugummis zu.
Pauli warf danach nur Lauri einen vielsagenden Blick zu und beide warteten weiter mit genervtem Blick darauf endlich bezahlen zu können.

25 Minuten später standen die drei wieder vor dem Bus, auch wenn sie und in etwa 10 andere scheinbar die einzigen waren.
Von allen anderen war nichts zu sehen und als dann der Aufseher kam und fragte wo zum Teufel denn der Rest wäre konnten sie nur mit den Schultern zucken.
Erst nach einer halben Stunde hatte man die anderen gefunden, ausgeschimpft und zu Strafen verdonnert.
Die Fahrt ging weiter.
Immer wieder hörte man es rascheln oder zischen wenn etwas gegessen oder ein kohlensäurehältiges Getränk geöffnet wurde.

„Isch hab gehört, dasch esch dort irgendeine Aufteilhung gehben scholl…“, meinte Pauli, als sie schon ein oder zwei Stunden gefahren waren, schmatzend.
„Echt? Wäh…. Glaubt ihr wir kommen zusammen in eine Gruppe? Ich würd das nicht überleben!“, meint Lauri ganz schockiert darüber, die 4 Wochen vielleicht mit irgendwelchem fremden Idioten verbringen zu müssen.
„Nein, ich glaub wir kommen zusammen in so eine Gruppe. Beim Schlafen jedenfalls.“, mischte sich nun auch Eero mit ein, der eine Reihe vor den beiden anderen saß.
„Es gibt zwei Arten von Gruppen. Das eine sind die Wohngruppen und das andere die Trainingsgruppen. In den Wohngruppen kommen befreundete Leute angeblich zusammen aber die werden in den Trainingsgruppen dann meistens getrennt. Da geht’s angeblich um den Fitnessgrad….“
„Das heißt bei den Trainingsgruppen werden wir weeeeiiiit auseinander sein…“
„So sieht’s aus…“
„So ein Schmorrn…“
Damit war das Thema beendet und sie unterhielten sich noch etwas über alle möglichen Dinge, bis sie dazu aufgefordert wurden ruhig zu sein, weil andere Leute ja „schlafen“ wollten.
„Klar schlafen…. Soweit ich das vorher mitbekommen hab wird da hinten einem grad einer geblasen…. Und das nennen die schlafen….“, murrte Pauli und versuchte sich in eine mehr oder weniger gemütliche Schlafstellung zu begeben.
Lauri kicherte darauf nur und versuchte einen Blick nach hinten zu werfen, konnte aber nichts sehn, bis er von Eero darauf hingewiesen wurde, dass man das nicht tat, obwohl dieser auch ziemlich am grinsen war.

Nachdem sie sich sicher waren nichts mehr zu sehen zu bekommen lehnten sie sich beide in ihre Sitze zurück und versuchten ebenso wie Pauli, der bereits leise Schnarchte, einzuschlafen...

Am nächsten Morgen wurden sie äußerst unsanft, durch energisches Rütteln geweckt.
Der Aufseher ging durch die Busreihen und weckte alle mit derselben fast brutalen Prozedur auf.

„Sind wir endlich da?“, fragte Lauri gähnend, während er sich verschlafen am Hinterkopf kratzte.
„Frag das wen anderhhhhrs..“ Ist die gegähnte Antwort Paulis dazu.
„Und wen?“
„Am Besten den Aufsehertypen.“, meldet sich nun auch Eero zu Wort, „Guten Morgen übrigends.“
„Den Typen? Na toll… Ok ok ich frag ja schon…“
Mühsam setzte er sich auf, rieb sich noch mal über die Augen bevor er schwankend durch den Gang wandelte um schließlich von einem plötzlichen Knacken zusammenzuzucken.
Völlig erschrocken drehte er sich zur Ursache des Geräusches und erblickte den Obst-Junkie, der gerade in einen saftigen Apfel gebissen hatte.
Dieses kaute nur und grinste Lauri frech an, bevor er zur Seite griff und Lauri einen weiteren Apfel hinhielt.
Dieser starrte diesen seiner Meinung nach Verrückten nur an und konnte sich kein Stück rühren.
Schließlich drehte er sich abrupt weg und stapfte weiter Richtung Aufseher.
„’Tschuldigung, aber wann sind wir denn da?“
Der Aufseher drehte sich um, sah ihn einen Moment an, und drehte sich dann wieder zur Windschutzscheibe, während er zu überlegen schien.
„So in 1 bis 2 Stunden würde ich sagen…“, meinte er dann schließlich und drehte sich wieder zu Lauri um, bevor er ihn mit strenger Stimme auf seinen Platz verwies.

Wieder auf seinem Platz konnte er nicht anders als leidend in der Gegend rumzustarren und leise Highway to hell to summen.
Ihm war ziemlich fad, da Pauli noch halb schlief und Eero in irgendein Buch vertieft war.

Knappe 3 Stunden später trafen sie im Camp ein.

Da standen sie nun.
In Zweierreihen vor dem großen Tor, auf dem in roter Schrift "Kajaani Volleyball Camp" stand.
Na das konnte ja was werden..

Vor dem Tor war ein Podest aufgebaut, auf das nun eine etwas pummelige Frau kletterte, sich räusperte und dann mit quietschender Stimme alle begrüßte.
"Hallo meine Lieben! Ich freue mich ja so, dass ihr alle gekommen seid!
Wir werden sicher viel, viel Spaß haben und viele neue Freunde finden!" Sie gluckste bevor sie fortfuhr.
"Also, als erstes werdet ihr in eure Häuser eingeteilt. Dort werdet ihr die nächsten vier Wochen wohnen. In den Häusern hängen dann die Listen in welches Trainingsteam ihr kommt und auch eure Trainingspläne!
So, am Besten wir lösen diese Haltung hier auf und ihr kommt alle ganz nah her, aber OHNE Geschubse und ich will niemanden quatschen hören, und dann lesen wir die Listen vor!
Na kommt! Kommt!"
Nach der Aufforderung sich nach vorne zu begeben, sahen sich alle erst einmal etwas seltsam an, bevor einige es wagten und weiter vor gingen.
Eero warf Lauri und Pauli einen fragenden Blick zu, der mit zwei angeekelten beantwortet wurde und ging dann den beiden voran ebenfalls in Richtung Podest.
Nachdem sich alle mehr oder weniger dort eingefunden hatte, kletterte die pummelige Frau vom Podest und ein ziemlich streng aussehender, schon etwas älterer Herr betrat dieses.
Mit schallender Stimme verkündete er, dass er nur das A Haus aufrufen werde und sich alle
Genannten zu einem bestimmten Typen, der wild in der Gegend herumfuchtelte, begeben sollten.
Also: Allones. Ahakin. Lörstrond, Ikinto, Meakkinnen, Nökkelen, Rumsautori, Saaren und Ukuuo. Ab zu eurem Hausleiter da hinten!"
Einige Jungen und zwei etwas verängstigt aussehende Mädchen machten sich auf den Weg zu dem noch immer winkenden und breit grinsenden Hausleiter.
Lauri warf seinen Freunden einen vielsagenden Blick zu und verdrehte gekonnt die Augen, bevor er sich wieder dem Spektakel vorne zuwendete.
"Als nächstes das B Haus!" Und schon wieder begann er Namen nach Namen aufzurufen und wieder gingen ein paar Leute durch das Tor und auf ihren neuen Leiter zu.
So auch beim C und D Haus.
"Wie viele Häuser gibt's eigentlich?", fragte Pauli, nachdem sie auch beim vierten Haus noch nicht aufgerufen worden waren.
Als seine beiden Freunde nur mit den Schultern zuckten, meldete sich plötzlich jemand anderes und beantwortete die Frage.
"Es gibt Häuser von A bis N. Also ganze.. Äh... wartet.. 14."
Es stellte sich heraus, dass es der Typ war, der schon an der Raststätte mit ihnen geredet hatte. Der, der erklärt hatte, dass der Obst-Jukie immer so war wie er war.
Pauli unterhielt sich etwas mit dem fremden Jungen darüber, was diese Hauseinteilung eigentlich sollte.
Als nächstes wurde das E Haus aufgerufen.
"..Ammäki, Hakala, Iilokku, Kaanten..."
"Oh Fuck, ich muss jetzt! Ich bin übrigens Janno. Man sieht sich!" Und schon rannte er zu seiner Gruppe, umschlang seinen Freund, den Obst-Junkie, der sich auch auf den Weg gemacht hatte und brachte diesen damit fast zu Boden.

"Solche Brutalos.", war Lauris grinsender Kommentar dazu.

Es dauerte noch eine Weile bis die drei auch endlich aufgerufen wurden. Beim I Haus.
Stöhnend und etwas genervt vom ganzen Warten machten sie sich auf den Weg zu ihren Hausleiter, einem Mann dessen Muskeln quasi nicht vorhanden waren und der statt dessen in die Höhe geschossen war.

"Oh Gott," stöhnte Lauri auf, "Der ist ja um die 8 Meter größer als ich!"
Darauf von Eero: "8 Meter?", dazu ein vorwurfsvoller Blick.
Starren.
Ein Schulterzucken seitens Lauri und schweigend gehen sie weiter in Richtung des Riesen.

"Hei ihr! Beeilt euch mal ein bisschen!"

"Ja, ja!" schrie Pauli dem wartenden Leiter entgegen und fügte leise hinzu "Nur keinen Stress."
"Nun. Ich würde sagen wir gehen mal zu unserem Haus und besprechen dort alles Weitere!" verkündete der Riese stolz, als endlich alle da waren.
Und schon setzte er sich in Bewegung, wobei die ganze Meute, bestehend aus ganzen 9 leidend schauenden, finnischen Jugendlichen folgte.

Sie gingen einen kleinen Weg entlang, zwischen einigen Langhäusern durch, die laut ihrem Leiter Aufenthalts- und Essenshäuser sein sollten, durch ein kleines Waldstück und wieder hinaus in die mittlerweile aufgegangene Sonne.
Staunend standen sie nun am Rande des kleinen Waldstückes und sahen auf einen Kreis aus Häusern hinab.
In einem Kreis standen 4 Häuser, alle zueinander gewandt und in der Mitte befand sich ein Lagerfeuerplatz und dort tummelten sich auch schon einige Jugendliche.

"Tja meine Lieben!" begann ihr Leiter, "Wir sind im Häuserblock 3, merkt euch das! Es gibt 4 Blocks, mit jeweils 3 bzw. 4 Häusern, ok? Dort drüben ist unser Haus", er zeigte auf eines der zweistöckigen Holzhäuser auf dessen Vorderfront ein großes, rotes I stand.

Und schon setzten sie sich wieder in Bewegung und gingen auf ebendieses Haus zu.

Mit offenen Münder sahen sich die 9 nun in einem mittelgroßen Raum, der gemütlich eingerichtet war.
Gemütliche Sitze, eine große Couch, ein riesiges Bücherregal und einen kleinen Kühlschrank mit Getränken hatte er zu bieten.
Ein Raum so richtig zum ausruhen.

Im zweiten Stock fand sich dann das Schlafzimmer, in dem 9 Betten aufgestellt waren, jedes von ihnen mit einem kleinen Nachttischchen und neben der Treppe befand sich ein großer Schrank, mit 9 Unterteilungen, für jeden ein Fach.

Auf den Betten lagen Handtücher und irgendwelche undefinierbare Kleidung.
Nachdem einer der Jungen, mit seltsamem Dialekt, einer der Stoffbündel hochgehoben und analysiert hatte, stellte er mit grausen in der Stimme fest, dass es Sportsachen waren.

Nachdem sie sich nach 10 Minuten und einigen verzweifelten Rufen des Hausleiters, wieder unten eingefunden hatten, begann dieser damit, die Abläufe im Camp zu erläutern.

"Also erstmal, mein Name ist Teru. Ich bin eure Ansprechperson für die nächsten 4 Wochen und ich hoffe, das gut zu machen. Bevor wir weitermachen, denk ich sollten wir uns alle kennen lernen.
Ich hab da so ein Spiel vorbereitet."
Ein Raunen geht durch die Jugendlichen.
"Also, hier ist ein Ball," Er zog einen kleinen Jonglierball aus der Hosentasche, "und den werfen wir uns jetzt zu. Erst sagen wir den eigenen Namen und danach den der Person von der wir ihn gekriegt haben. Ok? Also los!
Teru"
"Mitto"
"Pauli"
"Saari"
"Aamu"
"Viena"
"Mikael-Aleksanteri Raanteri"
.....
"Können wir das nicht irgendwie abkürzen?"
"Klar, Mika reicht auch."
"Ok, danke! Weiter."
"Eero"
"Kasperi"
"Lauri"

"Ok, wunderbar, und jetzt der Reihe nach immer den sagen, von dem man den Ball bekommen hat. Die Reihenfolge ist übrigens egal."
Und so wurde erst einmal 20 Minuten lang der Ball hin und her geworfen und auch mal zurück und um die Kurve, bis endlich alle mehr oder weniger die Namen der anderen beherrschten und Teru mit den informellen Dingen fortfahren konnte.

"Also, auf den Betten liegen eure Sportsachen. Sie alle haben unterschiedliche Farben und jede Farbe weist euch einem Team zu.
In einer Stunde treffen sich alle Teams, bis dahin haben wir Zeit.
Also, es wird so sein, dass ihr ein Haus bildet. Das I Haus.. Ja, Saari?"
"Ähm.. also. ich dachte die Teams werden nach Sportlichkeitsgrad eingeteilt.."
Zustimmendes Gemurmel der anderen.
"Oh nein, nein. Das wäre dann wohl etwas unfair. Es wird nach Zufallsprinzip eingeteilt.
Halt eben wer in welchem Bett schläft.
So gehen wir sicher, dass Freunde nicht in den gleichen Teams sind und, dass auch schlechte Sportler zu guten Sportlern kommen.
So hoffen wir, dass alles schön ausgeglichen sein wird. Ok? Frage beantwortet, kann ich fortfahren?", fragend sah er zu Saari, die einen ziemlich entgeisterten Blick aufgesetzt hatte und langsam nickte.

"Gut. Also, ihr seid das I Haus, das heißt ihr seid so was wie eine Familie.
Ihr müsst einander helfen! Beim Essen, in einem der Langhäuser, an denen wir vorher vorbeigekommen sind, wird es für euch auch einen Tisch geben.
Das heißt ihr werdet zusammen wohnen und essen. Ich will keine internen Streitereien und niemand wird ausgeschlossen, ist das klar?"
Lauri warf einen absolut genervten Blick zu Pauli, der darauf nur mit der Augenbraue zuckte.
Eero sah zu den beiden und zuckte mit den Schultern.
Dann richteten sie ihre Aufmerksamkeit wieder mehr oder weniger auf Teru.
"Gut, also ich würde sagen, wir gehen uns jetzt fürs Volleyball fertig machen."

Keine drei Sekunden später, stand Teru allein im Raum und der Rest war die Stiege hinaufgesprintet, um Teru die Möglichkeit zu nehmen, sie wieder ewig zu bequatschen, falls ihm noch etwas einfallen sollte.

Gemütlich schlenderten Eero, Lauri und Pauli auf drei Betten zu, die noch über waren und ließen sich seufzend darauf fallen.

"Boah!"
"Au ja. Da stimm ich dir voll und ganz zu."

Es lag eine leicht bedrückte Stimmung im Raum, denn alle besahen sich misstrauisch ihre Dresse und verzogen, ob mancher Farben wie Türkies, Hellrosa und Schweinchenhautfarbe, das Gesicht.

Pauli drehte sich so, dass er sein Dress erreichte, hob es an und stellte erleichtert fest, dass es Blau war. Normales Blau.

"Ieeeeeeh!!!!!!!!!!"
Sofort richteten sich alle Blicke auf Lauri, der angeekelt sein Dress von sich hielt. Ganz verzweifelt schaute er zu den anderen und schnitt dabei eine Grimasse als würde er gleich zu heulen anfangen.

Darauf fingen alle an loszulachen. Bei manchen war es nur ein leises Kichern, andere lagen fast am Boden.

"Schick, schick", meinte Eero, sich den Bauch haltend.
"Beißt sich zwar mit deinen Haaren, aber was soll's", fügte er immer noch lachend hinzu und ließ sich dann aber wieder aufs Bett fallen.

"Es beißt sich?! DAS IST NEONGELB!! N-E-O-N-G-E-L-B-!-!-!"

Und noch ein Lachanfall überkam die 8 Jugendlichen und Lauri konnte nur verzweifelt aufheulen und sich sterbend aufs Bett fallen lassen.

Plötzlich ertönte ein lautes Krachen und weiteres Lachen; Mitto war vom Bett gefallen.

"Ihr habt noch 10 Minuten!", hörte man von unten schreien und langsam begannen sich alle etwas zu beruhigen.

Leicht kichernd drehte sich Eero etwas, zog sein Dress zu sich und atmete beruhigt auf, als er feststellte, dass es Kaminrot war.

Sie hatten noch 2 Minuten Zeit und so langsam fingen alle an zu hetzen.
Immer wieder schallten grellende Schreie durch das Haus, von drei verschiedenen Quellen kommend.
Zwei waren die beiden Mädchen, die leicht hysterisch herumschrieen, weil sie es eilig hatten, die Dritte war Lauri, dessen Frisur ruiniert war.

„Fuck! Ich sag’s euch, SO werd ich da nicht hingehen! Ganz, ganz sicher nicht!!!!!“

Kurze Zeit später, stand er, von seinen beiden Freunden eingekeilt vorm Haus, wo sie von Teru noch letzte Instruktionen erhielten und dann aufgefordert wurden zu ihren Teams zu gehen.

Also verstreuten sich alle mehr oder weniger in verschiedene Richtungen, wobei Pauli und Lauri beide hinter Eero hergingen, der sich fragend zu ihnen umdrehte und sie verständnislos ansah.

„Was?“
„Hm?“
„Wieso verfolgt ihr mich?“
„Naja… hehe…. Weil wir nicht wissen wo wir hinmüssen…“
„Und ihr glaubt ich weiß es?“
„…Naja…. Ähm….. Ja…“
„…… Ihr seid solche Idioten! Ich hab genauso wenig Ahnung wie ihr, wo ich hin muss!“
„Echt? Bist du dir sicher?“
„Du weißt doch sonst immer wo’s lang geht….“
„Das ist auch in Helsinki und nicht irgendwo im Nirgendwo!!“
„Määäh….“
„Dann müssen wir echt selber suchen?“
„Ja, das müsst ihr wohl!“

So trennten sich die drei, jeder von ihnen in eine andere Richtung marschierend.

„Neongelb…. Neongelb…. Wo sind die Neongelb leuchtenden Deppen…. Wo sind sie denn…. Whaa, so schwer kann es doch nicht sein, ein paar Idis in Neongelben Trikots zu finden!!!!“
Wütend vor sich hinfluchend stapfte Lauri den kleinen Weg entlang, in der Hoffnung endlich wenigstens IRGENDWO anzukommen, doch so langsam wer er sich nicht mal mehr sicher, überhaupt noch auf Camp-Gebiet zu sein…

Sicher kam er gleich an die Staatsgrenze….

Gerade riss er seine Arme, in einer theatralischen Geste, in die Luft und wollte einen verzweifelten Schrei ausstoßen, als plötzlich etwas im Geäst knackte.

Sofort war er still und lauschte in die, durch das nahe Camp voller lärmender Jugendlicher, nicht existierende Stille hinein.

Was war das? Verfolgte ihn etwas? War es… War es ein wildes Tier?
Leicht zitternd und kurz vorm Herztod drehte er sich herum und versuchte etwas ausfindig zu machen.
Doch er sah, paniksbedingt, nicht wirklich etwas…

Doch nachdem er sich ein weiteres Mal um die eigene Achse gedreht hatte, stand plötzlich jemand vor ihm.
Vor Schreck entwich ihm ein spitzer Schrei, mit dem er in jedem Horrorfilm die weibliche Hauptperson synchronisieren hätte können, und er stolperte einige Schritte zurück, bevor er sich schmerzhaft auf seinen Hintern niederließ.

Geschockt sah er auf die Person über sich.

„Ups…“, gab diese nur von sich.

Dann herrschte Stille.

„Ähm… hehe…. Du… du hast mich erschreckt…“, fing Lauri an zu stammeln und richtete sich mühsam und leicht rötlich im Gesicht wieder auf, um sich nun gerade vor sein Gegenüber zu stellen.

„Was machst du hier?“, wurde er als nächstes Gefragt

„Ich? Ich bin auf der Suche nach meinem Team.. und was machst du hier?“

„Naja… So in etwa dasselbe… Allerdings bin ich Gott sei Dank nicht in deinem Team…“

„Wieso ‚Gott sei Dank’?“

„Naja… sagen wir es so… Neongelb sieht dann doch etwas dämlich aus..“, meinte der Junge schelmisch grinsend.

Sofort lief Lauri wieder rot an, und nuschelte etwas, das wie „Hab’s mir nicht ausgesucht…“ klang.

„Naja… wir können ja mal wenigstens versuchen zurück zum Camp zu finden… So langsam hab ich das Gefühl bald in Asien zu sein…“, meinte sein Gegenüber dann und kratze sich nachdenklich an der Schläfe.

„Joa… sollten wir…“

So machten sich die beiden auf den Weg zurück, was nicht weniger als 1 1/2 Stunden dauerte, bis sie endlich wieder Zivilisation erreichten hatten und fragen konnten wo denn ihre Teams seien.

Dreimal in andere Richtungen geschickt, kamen sie endlich zu einem kompetent aussehenden Mann, der sich als Campführer herausstellte, und ihnen erstmal eine gehörige Standpauke hielt, dass sie so spät erst kamen, bevor er ihnen sagte, wo sie hinzugehen hatten.

10 Minuten später waren sie dann beide bei ihren Teams angekommen, wo sie nur blöd angestarrt und dümmlich gefragt wurden, wo sie denn so lang waren.

Mit etwas Training endete die erste Einheit und es gab Mittagsessen.
Alle Campbewohner saßen an langen Holztischen im Essenshaus und alles quatschte wild durcheinander.
So auch die drei Jungs aus Helsinki.

„Ich war 2 ½ Stunden zu spät, verdammt!“

„Tja Lauri… Da bist du aber auch selbst Schuld…“, meinte Pauli daraufhin nur, während er mit hochgezogenen Augenbrauen die ‚Suppe’ betrachtete.

„Vergiss es, die kann man nicht essen….“, meinte Eero mit einem warnenden Blick zu Pauli und fuhr dann an Lauri gewandt fort, „Also Lauri.. Wieso hast du denn so lang gebraucht? So schwer zu finden war dein Team doch auch nicht… Aber wenn’s dich beruhigt, in unserem Team ist auch einer voll spät gekommen…“

„Jo, das war vermutlich der Typ mit dem ich mich dann aus Verzweiflung zusammengeschlossen habe, um den Weg zurück zu finden…“

„Wow… Ich dachte du hast was gegen ihn…“, meinte Eero erstaunt und sah Lauri mit großen Augen an.

„Was?“, fragte dieser verständnislos, „wieso sollte ich etwas gegen ihn haben?“

„Na gestern hattest du noch was gegen ihn…“, erinnerte Eero, und fügte noch hinzu, als er die großen Fragenzeichen in Lauris Augen sah; „Das war der Obst-Junkie!“

Sofort hatte Lauri seine Augen so weit wie möglich aufgerissen und ein ungläubiges „NEIN??!!?“ verließ seinen Mund.

Von einer weiteren Unterhaltung wurden sie abgehalten, als die Suppe abserviert und die Hauptspeise serviert wurde.

„WAS ist DAS?!“

„Gute Frage…“

„Schaut irgendwie giftig aus…“

„Ich weiß schon warum meine Mum mich hierher schicken wollte…. Ich soll abnehmen…..“

„Ach Pauli… Nimm’s nicht so schwer…. Wird schon werden…“

„Das glaubst du….“

„Leute….?“

„Ja, Lauri, willst du uns was mitteilen?“

„Ich glaub das sollen Faschierte Laiberl sein…“

„Nein, echt jetzt? Schaut mehr nach Gatsch aus…“

„Das sind doch nie und nimmer Faschierte Laiberl… Niemals…“

„Doch… ich glaub schon…“

„Und als nächstes erzählst du uns, dass das da Kartoffelpüree sein soll…“

„Ähm…. Ist’s ja auch….“

„Oh mann… Ich glaub ich geh kotzen!“

So verbrachten sie das restliche Mittagessen damit missgelaunt in ihrem ‚Essen’ herumzustochern und böse in der Gegend herumzublicken.

Nachdem alles abgeräumt war – alle mussten ihr Geschirr zur Ablage bringen, die zweimal zusammengefallen war und die hälfte der Sachen mit sich in den Tod gerissen hatte – hieß es nur noch „Um halb drei treffen sich die Teams wieder, seid pünktlich!“ und endlich konnten alle gehen.

Die drei Jungs machten sich auf den Weg und folgten den Massen an Jugendlichen zu ihrem Häuser-„Block“.
Dort angekommen prackten sie sich an die Feuerstelle und dösten und murrten vor sich hin.

„Hey ihr! Steht auf, wir müssen los!“, wurden sie kurz vor halb drei mehr oder weniger geweckt.

Augenreibend richtete sich Pauli, der als einziger davon aufgewacht war, auf und sah sich desorientiert in der Gegend um.

„Was is los?“

„Ihr sollt aufstehen, in ein paar Minuten geht die zweite Trainingseinheit los.“, lachte der Friedensstörer, der sich als Mika entpuppte und ging dann los zu seiner Gruppe, während er sich immer noch die Hand vor den Mund halten musste um nicht laut loszubrüllen – lachenderweise…

Murrend wälzte sich Pauli zu Eero und rüttelte ihn heftigst, bis dieser dem mit einem heftigen Fußtritt in Paulis Weichteile – was ein schmerzerfülltes Jaulen und nachfolgende Verfluchungen hervorrief – ein Ende setzte.

Langsam kamen sie beide auf, gähnten noch ein letztes Mal herzerweichend und machten sich dann auf den Weg.


Ein lauter Schrei hallte durch das Camp.

„WIESO HABT IHR IDIOTEN MICH NICHT AUFGEWEEEEECKT?!!?!?!?!“

Und schon flitzte Lauri durch das Camp um wenigstens nicht allzu spät zu kommen.
Er rannte so schnell er konnte, was er lieber hätte sein lassen sollen, weil er jetzt geradewegs in einen den Weg kreuzenden Typen donnerte und ihn zu Boden riss.

„Autsch du Arsch!“, schrie er den Typen an, wurde dann aber ganz schnell still.

Vor ihm hockte ein ungefähr drei Köpfe größerer Junge, mit haufenweise Muskeln und einem ziemlich grimmigen Gesichtsausdruck.

Lauri konnte ihn nur anstarren.

Der Junge…. Der Muskelprotz…. Dieses Ding starrte zurück.

Lauri schluckte schwer und plötzlich traf ihn etwas hart an der Schläfe.
Der Junge hatte ihm eine reingehauen und lachte jetzt schadenfroh auf, während Lauri sich die schmerzende Wange hielt.

„Na du kleiner Wichser, jetzt bereust du’s, dass du mich umgerannt hast, nicht?“ Er war inzwischen aufgestanden und schlug Lauri, der sich ebenfalls aufgerichtet hatte, voller Kraft in den Magen, was diesen wieder zu Boden gehen ließ.

„Fuck….. Hey es tut mir ja Leid, verdammt!“, stammelte er röchelnd.

„Das wird dir nichts helfen Kleiner“, mit voller Wucht trat er den sich auf dem Boden krümmenden Lauri.

Dieser konnte nur einen schmerzerfüllten Schrei auslassen und krümmte sich noch mehr zusammen.

Immer und immer wieder trat der Riese auf ihn ein, immer mehr tat Lauri sein Körper weh, an jeder Stelle spürte er nur mehr Schmerzen.

Dann endlich, nach – wie ihm schien – einer Ewigkeit hörte der Typ auf, spuckte noch einmal vor Lauris Gesicht und verschwand, verächtlich lachend.

Schwer atmend lag Lauri noch eine Weile zitternd da, bevor er sich langsam und achtsam aufrichtete und sich humpelnd auf den Rückweg machte.

SO würde er ganz bestimmt nicht zum Training gehen…
So nicht!

Es dauerte über eine halbe Stunde, bis er endlich wieder bei ihrem Haus angekommen war und sich vor Schmerzen stöhnend die paar Stiegen, zur Veranda rauf quälte.

Schwer aufatmend ließ er sich auf einen der Sessel nieder und schloss völlig fertig die Augen.

Langsam driftete er in einen erschöpften Schlaf hinüber…


„Was wohl passiert ist?“
„Was immer es war, es muss schrecklich gewesen sein…“
„Stimmt, er sieht ziemlich fertig aus…“
„Ich hoffe es ist nichts Gröberes passiert…. Wäre nicht so toll am ersten Tag schon wieder nach Hause zu müssen….“
„Ich glaub, das wäre ihm nur Recht…“
„Ja, aber trotzdem…“
„Psst, ich glaub er wacht auf!“

Mit einem mehr als einfach nur schmerzenden Kopf versucht Lauri seine Augen zu öffnen, was sich anfangs allerdings als schwierig herausstellte, da seine Augen sich strikt dagegen wehrten Licht an sich zu lassen.
So blinzelte er einige male und sah dann endlich zu den um sich stehenden Leuten.
Eero und Pauli standen vor ihm und auch Kasperi und Mitto waren da.
Sie alle sahen ihn besorgt an und Kasperi fragte schließlich: „Was zum Henker ist mit dir passiert? Du siehst voll alle aus, Alter!“

„Hä?“, gab Lauri nur Stirn runzelnd von sich und schaut leicht verwirrt in die Runde.
Das Fokussieren seines Blickes tat seinem Kopf allerdings gar nicht gut und grummelnd presste er die Hände an seine Schläfen.
Die vier anderen sahen währenddessen gespannt zu und warteten, dass er endlich etwas zu seinem Zustand sagte.
Als nach einigen Minuten immer noch nichts gekommen war, fragte Pauli leicht ungeduldig:
„Lauri? Sag schon, wie geht’s dir? Was ist passiert?“

„Was? Ich… Ich weiß nicht…. Ich bin…. Gerannt zum Training…. Und…. Und da war dieser Typ……“
„JA? Und was war mit dem?“
Lauri stöhnte vor Schmerzen auf, bevor er behutsam und vor allem leise fortfuhr.
„Ich hab… ihn umgerannt… Und er hat mich…. Zusammengeschlagen….“
„Er hat dich VERPRÜGELT?!“
„Pssssssst!!! Sei gefälligst leise, mein Schädel tut weh!“

Pauli sah besorgt zu Eero, der genauso besorgt zurücksah und dann nickte, bevor er aus dem Haus eilte und in Richtung der Hauptgebäude.

„Was macht er?“, fragte Lauri an Pauli gewandt und versuchte aufzustehen, was aber nicht gelang, da er plötzlich wieder all die anderen Schmerzen spürte.
Sein gesamter Körper schmerzte.

Als Lauri laut aufstöhnend wieder zurück in den Sessel sank, wollte Pauli ihn schon stützen, hielt sich aber zurück und meinte nur: „Er sucht einen Arzt.“

Es dauerte etwas bis diese Nachricht zu das geschundene Gehirn Lauris gelangen war, doch dann riss dieser die Augen weit auf und starrte seinen Freund geschockte an.
Würde sein Kopf nicht so wehtun, hätte er ihn wohl wild geschüttelt.

„Ich will keinen Arzt! Ich hasse Ärzte!“, zischte er dafür nur leicht panisch.
Pauli jedoch akzeptierte keine Widerrede.
So saß Lauri dann mit schmerzenden… alles… im Sessel und wartete auf seinen Henker, in Form eines Arztes.

Eero versuchte währenddessen den richtigen Weg zu finden, was aber nicht einfach war.
Musste er nun rechts oder links gehen?
Wie waren sie denn hergekommen?
Keine zwei Sekunden später hatte er beschlossen, dass sie wohl auf einem völlig anderen Weg gekommen waren.
Leicht verzweifelt seufzte er und ging einfach mal nach links.
Wie war das?
In Labyrinthen sollte man Hinein immer nur links abbiegen und Hinaus immer rechts….
Oder umgekehrt?
Nein, so müsste es eigentlich stimmen….

Wenig später blieb er verzweifelt stehen und starrte auf den Anblick vor sich.
Ein Häuserblock.

Er hatte sich verirrt. Wunderbar…
Aber immerhin konnte er hier jemanden fragen.

Also ging er schnellen Schritten zu den Hütten und sah sich nach jemand lebendigem um.
Da war niemand.
Nichts und niemand hielt sich hier auf.

Aus lauter Verzweiflung schrie er einmal laut: „Hallo?! Ist da jemand?!“

Keine Antwort.
Die Augen verdrehend machte er kehrt und stampfte wieder von dannen.
Als er fast aus dem Häuserkreis heraus war, hörte er plötzlich etwas.
Schritte.
Jemand eilte auf ihn zu.
Er dreht sich um und erblickte einen Jungen, der, ein Buch in der Hand, auf ihn zu lief und vor ihm zum stehen kam.

„Wie kann ich dir helfen?“, fragte der Obst-Junkie lächelnd.
Auch Eero lächelte automatisch zurück, ehe ihm einfiel, was er hier eigentlich tat und den Obst-Junkie fragte, ob dieser wüsste, wo man einen Arzt auffinden könnte.

Dieser kratzte sich kurz am Kinn, sah dabei in die Ferne und überlegte scheinbar angestrengt, ob er es wusste.
Schließlich meinte er zu Eero, „Ich vermute mal bei den Hauptgebäuden…“, und lächelte ihn entschuldigend an.
Und wieder musste Eero einfach zurücklächeln, bevor er leicht verlegen meinte:
„Wenn ich wüsste wie ich dort hinkomme, wäre ich schon dort… Hab mich bissl verirrt….“

„Oh“, machte der andere Junge nur, ehe sich ein breites Grinsen auf sein Gesicht schlich und er Eero anbot ihn zu begleiten.
Dieser nickte nur überrumpelt und schon machten sie sich auf den Weg.

„Wie heißt du eigentlich?“
„Eero…. Und du?“
„Aki“
„Achtung, herabhängender Ast“, versuchte Eero seinen Begleiter zu warnen.
„Zu spät“, meinte dieser nur mehr und rieb sich die Stirn.

„Ok… Also hier wären wir…. Jetzt müssen wir nur noch einen Arzt finden…“
„Jo… Danke fürs herbringen.“
„Schon okay. Bin nur froh, dass ich überhaupt hergefunden hab… Heut Vormittag hab ich mich aufm Weg zum Training schon verirrt… Passiert aber anscheinend jedem.“
„Ach stimmt ja…“, meinte Eero grinsend, „Du und Lauri habt dann ja eine Gemeinschaftssuche gestartet… Weiß schon.“
„Lauri?“
„Ja… Das ist…. Also der hat…“
„Der Typ in neongelb?“
Darauf musste Eero sich schwer zusammenreißen, keinem allzu schlimmen Lachenfall zu verfallen.
„Ja genau der!“, meinte er dann nur kichernd.
„Achso… Jaaaah, der hatte genau soviel Ahnung in welche Richtung wir gingen wie ich…“, grinste Aki und zeigte dann plötzlich auf eine kleine Tür an der Seite eines langen Gebäudes.
„Da müsste der Arzt zu finden sein!“
Mit einer erhobenen Augenbraue folgte Eero seinem Blick und erspähte nun auch das kleine Schild mit der Aufschrift „Arzt“.
„Jo… Das könnte es tatsächlich sein!“, meinte er lachend und bedankte sich artig bei Aki, der nur lässig abwinkte und sich wieder auf den Rückweg machte.

Nachdem Eero angeklopft hatte, wartete er geduldig, dass jemand die Tür öffnete. Als dies jedoch nicht passierte, machte er sie einfach selbst auf und trat ein.
In der kleinen „Krankenstation“, bestehend aus drei Zimmern voll mit Betten und Behandlungstischen – hier schien andauernd irgendetwas zu passieren, was aber eigentlich auch nicht verwunderlich war, schließlich war es ja ein Sportcamp – war niemand.
Er durchsuchte jeden einzelnen Raum und verließ die Krankenstation wieder und machte sich auf die Suche nach irgendjemandem, den er nach einem Arzt fragen konnte.
Er ging um das Haus herum und endlich sah er jemanden.
Scheinbar hatten sich die Leiter alle versammelt und besprachen den Ablauf der nächsten Wochen.

Als Eero auf sie zuging, verstummten sie und sahen ihn fragend an.
Leicht nervös trat er vor sie und berichtete von Lauris Zustand, was in etwa passiert war und, dass er dringend Hilfe bräuchte.

Sofort sprang Teru auf, nahm Eero am Arm und hastete mit ihm in Richtung ihres Hauserblocks.
Dicht auf ihren Fersen kam ein etwas älterer Herr mit, der noch kurz in die Krankenstation ging und ihnen dann mit einem mittelgroßen Koffer im Gepäck weiter folgte.

Keine fünf Minuten später, waren sie auch schon angekommen.
Wie machten sie das?, fragte sich Eero genervt, der für den Weg über eine dreiviertel Stunde gebraucht hatte.

„Hey Lauri, ich glaub da sind sie endlich!“, schrie Mitto freudig auf, der die ganze Zeit auf der Veranda gestanden und gewartet hatte.

„Autsch, sei still!“, zischte Lauri mit zusammengekniffenen Augen und drückte sich noch weiter in den Sessel hinein.
Er wollte keinen Arzt.

Schon schneite Teru herein und marschierte sofort auf Lauri zu, scheuchte Pauli zur Seite und hockerlte sich neben den Sessel.

Der Arzt tat dasselbe und fing an leise aus Lauri einzureden.

Währenddessen gesellte sich der weggedrängelte Pauli zu Eero und nickte ihm auffordern zu, er solle mit hinaus kommen.

Sie gingen auf die Veranda und setzten sich auf die Stiegen.

„Wieso hast du so lang gebraucht?“, fragte Pauli dann, während er auf den großen Platz in der Mitte ihres „Blocks“ sah.
„Ich hab mich verirrt“, gab Eero leicht verlegen zu.
„Wow… Irgendwie scheinen wir uns alle hier dauernd zu verirren.“, lachte Pauli auf und sah Eero grinsend an.
Dieser jedoch schien nicht ganz da zu sein.
Er starrte die ganze Zeit ins Hirnkastl und lächelte selig.
„Alles ok?“, fragte Pauli verwirrt über das Verhalten seines Freundes.
„Was? Achso… Ja klar… Alles in Ordnung… Komm, gehen wir wieder rein, bevor Lauri noch die Krise kriegt, weil wir nicht bei ihm sind.“

Sie standen auf und gingen zurück ins Haus.

Drinnen erwartet sie ein nur halb angezogener Lauri, der gerade mit allerlei Salben eingeschmiert und dann verbunden wurde.
Er machte dabei so ein Theater, dass man meinen könnte er wäre keine 3 Jahre alt.
Es dauerte noch ewig, bis der Arzt alle Verletzungen verarztet hatte und Lauri dann noch einige Tabletten daließ, die er nehmen sollte.
Dann verabschiedete er sich höflich, wünschte Lauri gute Besserung und verschwand.

Teru, der nur stumm bei der Verarztung zugesehen hatte, meldete sich nun zu Wort:
„Lauri, Lauri, Lauri…. Was hast du nur gemacht…. Halte dich das nächste Mal bitte etwas zurück und rauf nicht gleich mit jedem…. Ja?“
„Ich war doch gar nicht Schuld! Der Typ hat auf mich eingedroschen und nicht umgekehrt!“, schrie ihn Lauri verzweifelt an, bevor er sich sofort wieder an den Kopf fasste und leise vor sich hin fluchte.
Teru drehte sich derweilen zu den anderen vier Jungs um und bat sie Lauri ins Bett zu bringen.
Kasperi und Pauli nahmen Lauri unter den Armen und schleiften ihn so mit sich hinauf zu den Betten, während Eero die Tabletten und Mitto ein Glas und einen Krug Wasser mitnahm.

Stöhnend ließ sich Lauri in sein Bett sinken.
Eero und Mitto stellten die Sachen neben sein Bett ab und bereiteten ihm ein Glas Wasser und eine der Tabletten vor und gaben sie ihm.
Eher widerwillig setzte Lauri sich auf und schluckte das kleine Ding.
Sofort griff er nach dem Wasserglas und schüttete es sich hinunter ehe er sich mit einem vor Ekel verzogenen Gesicht wieder zurück ins Bett sinken ließ.

Von unten herauf war ein Ruf zu hören.
Teru rief nach den anderen vier Jungs, die sich auch gleich auf den Weg nach unten machten.

„Also Jungs…. Passt mir gut auf ihn auf, ja?!“, meinte Teru mit einem vorwurfsvollen Blick. „Ich hoffe, dass so etwas nicht mehr passiert… Lasst euch bitte nicht verprügeln! Konflikte kann man auch anders lösen!“

„Aber er hat doch gar nicht angefangen!“, fiel Mitto dazwischen, worauf er nur böse angeschaut wurde.

„Es ist mir egal wer angefangen hat, es soll nie mehr passieren! Also, ich würde sagen, ihr geht jetzt alle schnell duschen und dann sofort ins Bett. Morgen wird ein anstrengender Tag!“


„AAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!!!!!“
Geschrei, nein, Gequietsche. Trampeln. Massenhysterie. 4-Mann-3-Frau-Masse….

„Was ist los?!“
„DA!!!!!!“
„Wo?!“
„DAAAAA VERDAMMT!!!!“
„WOOOOOO VERDAMMT?!?!?“
„DAHAAAAAAAA!!!!!!!!!!“
„WAS?...DAS DA?!“
„JAAAAAAA!!!!!!!!!!“
„....Das ist doch nur ein Weberknecht….“
„ABER ER IST EKLIG!!!!!“
„.....“

„Du bist so ein verdammter Feigling, das ist unglaublich….“
„Das stimmt nicht!“
„Stimmt doch!“
„Stimmt nicht…“
„Dohooooch….“
„Neiiiheiiiiin!!!!“
„Feigling…. Feigling…“
„Halt die Klappe du Idi!“
„HALTET ALLE BEIDE DIE KLAPPE, ES GIBT HIER LEUTE DIE WOLLEN SCHLAFEN!!!“
„…..ups….“
„….ahehe….hehe…..“
„psssst!“
„selber…!“


Ein schreckliches Geräusch durchdrang die Stille.
Es war eine Mischung aus Läuten und Hahngekrähe.
Es sollte wohl eine Art Weckruf sein, der alle dazu aufforderte aus den Betten zu kommen und beim Morgentraining mitzumachen.

„Auf, auf, ihr Schlafmützen!“, schallte es fröhlich durch die Hütte und ließ 9 noch immer mehr Schlafende als Wache zusammenzucken.

„Nur noch 5 Minuten…“, nuschelte Mika verschlafen, während von Aamu nur Brummen zu hören war.
Der Rest lag noch vollkommen im Koma.

Etwas über eine Dreiviertelstunde später standen alle 9 gähnen, augenreibend aber angezogen vor der Hütte und warteten darauf, dass Teru etwas sagte.

„Guten Morgen!“, fing er endlich an.
„Das heutige Training wird so aussehen, dass wir uns aufteilen und-..“
„Ich dachte wir würden wieder in unseren Gruppen Volleyball spielen!“, warf Saari ein, worauf Teru nur böse Blicke in die Gegend warf und unbeeindruckt fortfuhr.
„Wir werden uns aufteilen und jeder bekommt eine Zahl zugeteilt. Diese Zahl ist das Team in dem er sein wird. Das Ganze wird ein Orientierungslauf. Ihr werdet in Zweierteams sein. Das ist das heutige Morgentraining. Danach wird es Frühstück geben und dann geht das richtige Training los.
Und denkt daran; wer den Orientierungslauf nicht schafft, kriegt kein Frühstück!.... Nun gut…. Kommt alle der Reihe nach her und zieht eine Nummer.“ Damit hob er einen am Boden liegenden Stoffbeutel auf, den er zuvor mitgebracht hatte und hielt ihn hoch.
Einer nach dem anderen ging vor und zog eine Nummer.

„34“ Eero.
„12“ Pauli.
„59“ Lauri.

„Und jetzt?“ Aamu.
„Jetzt werde ich euch sagen wo ihr hin müsst.“ Teru.

„Also gut. Die Nummer 34…. Du musst…. Hierhin“, er zeigt auf einen Punkt auf der mitgebrachten Karte. „Nummer 12…. Das ist hier, ja?“
„Ich hab die 59“
„Dann musst du….. Oh…. Gib mir bitte die Nummer.“
„Was? Wieso?“
„Gib sie mir bitte. Gut.. Du wartest bitte hier, ich bringe dich nachher zu dem Ort wo du hinmusst.“
„Bitte?“
„Stell dich da hin! Ok, Saari, du musst hierhin, ok?“
„In Ordnung.“
„Ähm.. Teru… Wieso muss ich woanders hin?!“
„Warte Lauri, du wirst es noch erfahren!“
„Aber-“
„Nein jetzt nicht!“

10 Minuten später waren alle aufgebrochen und Lauri wurde von Teru irgendwohin geführt.
Seine Fragen hatte Teru vollkommen ignoriert und nur mehr den anderen erklärt wie das mit ihren Teamkollegen ablaufen würde.
Nun musste er, Lauri, Teru hinterhereilen der sich auf irgendeinen Punkt zuzubewegen schien.

„Also, mein Lieber! Das hier ist deine Gruppe“ und damit zeigte Teru auf ein paar Jungs und Mädels die leicht angezipft aussahen und auf irgendwas zu warten schienen.
„Und wieso muss ich bei denen mitmachen?“
„Na ja… Weil du-“
„Hei Lauri! Wurdest wohl auch in die Gruppe für die Leute ohne jeglichen Orientierungssinn geschickt?!“

Verblüfft und sich nicht entscheiden können zwischen „Begrüßen“ und „Teru-eine-reinhaun“ drehte sich Lauri zu dem neu angekommen um und starrte ihn erstmal an.

Erst nach einigen Sekunden des Schockes, in denen voraussehend ein paar Schritte rückwärts machte, stammelte Lauri ein „H..Hallo Aki…..“
Und darauf folgend „TEERRUUUU!!!!!!!!“

Angesprochene lächelte etwas, wünscht hektisch „Viel Spaß noch“ und war auch schon verschwunden, bevor Lauri ihn anfallen konnte.
Dieser schluckte seinen Ärger mühsam hinunter und wendete sich Aki zu.
„Na?“
„Na?“, antwortete dieser und ohne ein weiteres Wort schlenderten sie gleichzeitig los zu den anderen scheinbar Orientierungslosen.

„Hallo, hallo, ihr Lieben!“, begrüßte eine Frau namens Heli die „ohne Orientierung“
„Da ihr leider nicht soooo gut im orientieren seid… Und wir euch ja nicht verlieren wollen, geeeell??..... Also wir haben uns gedacht, dass wir deshalb was Spezielles mit euch machen werden. Und zwaaaar…. Sprinten!
Ist das nicht toooooll?!“
Stille….
„Sprinten?“, erschallte ein leises Stimmchen ausgehend von einem jungen Mädchen, das etwas abseits stand.
„Ja Sprinten! Ich denke das wird uns allen gefallen und da können wir uns ja auch nicht verlaufeeeeheeeeen!“, meinte Heli in dem für sie üblichen Singsang.
Lauri hob eine Augenbraue und neben ihm flüsterte Aki leise „Ich glaub wir schaffen selbst das…“, was ihn zum Lachen brachte und ihm einen bösen Blick made by Heli verschaffte.

Die Sprintbahn.
Ein äußerst dubioses Milieu, geschaffen für Menschen mit viel zu langen Beinen, die viel zu dünn sind und deren Knochen man auch ohne Röntgen völlig sehen kann.
Allerdings auch das Milieu mit den geilsten Ärschen in den kürzesten Hosen.
Hotpants für Männer.
Zum Bedauern aller noch nicht Erblindeter bilden sich manche Jogger, vorzugsweise alte Herren, ein mit diesen Hosen besser laufen zu können, bzw. dass es besser aussieht. IRRTUM!!

Weniger als eine halbe Stunde später saßen also die, es waren 14, Orientierungslosen neben der Sprintbahn und hörten den Erklärungen Helis zu, die ihnen zeigte welche Haltung man einnehmen müsse und was es für tolle Sprinter doch gäbe und vor allem, dass sie von ihnen überhaupt nichts erwartete.
Ein wundervoller Ansporn, aber immerhin kein Leistungsdruck.

„Whoa… Diese Hosen sind schrecklich….“
„Wieso?“
„Wieso?! Wie klein ist dein …., dass es dir nicht alles abzwickt?!“
„….“

„AKI! LAURI! WIESO HÖRT IHR NICHT ZU!?!“
„Doch tun wir, Heli!“
„Ja, tun wir! Wir hören jedes Wort!“
„Ach ja? Und was habe ich gerade gesagt? Aki?“
„Du hast gesagt: ‚Und wenn ihr stolpert, dann passt bloß auf, passt bloß auf, ja?!, dass ihr nicht mit dem Kopf als erstes aufschlagt! Nicht mit dem Kopf, verstanden?!’ und dann ‚AKI! LAURI! WIESO HÖRT IHR NICHT ZU!?!’“
„….. In Ordnung….“

Und so ging es los.
Sie mussten sich in zwei Reihen aufstellen, doch bevor sie dann immer zwei:zwei gegeneinander laufen würden, sollten sie noch eine große Runde um den Sportplatz, der tatsächlich seeehr groß war, drehen.

Als Lauri sich zu Aki umdrehte, ließ ihn etwas an seinem Gesichtsausdruck stocken.
Irgendwie schien er sich halb nach einem Fluchtweg umzuschauen und halb sterben zu wollen.
Dabei murmelte er leise „Fuck…. fuck…. fuck….“

Allerdings verkniff es sich Lauri zu fragen was los ist, denn sein Mitstreiter schien nicht unbedingt ansprechbar zu sein.
Dann eben später.

„ACHTUUUUNG!!!!!!“, tönte es durch die Luft.
„FERTIIIIIIIG!!!!!!!!“, schrie Heli noch lauter.
„LOOOOOOOOOOOOOOOOOS!!!!!“, brüllte sie euphorisch und langsam setzten sich die 14 Orientierungslosen in Bewegung.

Es ging gerade aus, dann etwas nach rechts um einem anderen Typen auszuweichen und weiter geradeaus und danach noch weiter geradeaus.
Und danach ging es…. In die Kurve.

Neben Lauri fing es an zu schnaufen. Erstaunt sah er sich um und sah einen schon recht fertigen Aki.
„Was ist?“, fragte er, da Aki eigentlich nicht den Eindruck machte SO wenig Kondition zu haben.
„Ich bin nicht gut im Laufen…. Lungenprobleme…“
„Oh…. Und? Solltest du nicht aussetzen?“
„Nein…. Ich hab keinen ärztlichen Befund mit…“
„Aber…“
„Ich… darf nicht… hh…. Hab …gefragt… hh….“
„Ohje…“
„Du… sagst es…. Hh…..hh….“

So liefen sie einige Zeit und… liefen und liefen und liefen….
„Wie lang sollen wir bitte noch laufen?!“, fragte Lauri entnervt in das Gekeuche hinein.
Als nach einiger Zeit immer noch keine Antwort gekommen war und dann ein dumpfer Laut ertönte, drehte er sich erschrocken um und..... blieb abrupt, sich die Hand vor den Mund schlagend, stehen.

„VERDAMMT AKI!!“


Fortsetzung folgt...



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